Schlagwort: Spaziergang

  • Balance der Woche #004 – Gehen: meinen eigenen Takt finden

    Balance der Woche #004 – Gehen: meinen eigenen Takt finden

    Manchmal merken wir erst am Abend, wie wenig unser Körper an diesem Tag eigentlich in Bewegung war.

    Manche Tage vergehen, ohne dass wir uns viel bewegen.

    Wir sitzen, arbeiten, fahren Auto oder beschäftigen uns mit Dingen, bei denen unser Körper lange an einem Ort bleibt. Oft fällt uns das zunächst kaum auf.

    Erst später meldet sich der Körper vielleicht auf seine eigene Weise.

    Die Beine fühlen sich schwer oder unruhig an. Der Rücken möchte sich strecken. Beim Hinsetzen oder Hinlegen bemerken wir plötzlich, wie sich unser Körper nach einem langen, ruhigen Tag anfühlt.

    Doch wie ist es an einem Tag, an dem wir uns bewusst ein wenig bewegt haben?

    Darum geht es in diesem Wellenimpuls nicht darum, möglichst weit oder möglichst schnell zu gehen.

    Du darfst einfach losgehen.

    In Deinem Tempo.
    So lange, wie es sich für Dich heute gut anfühlt.

    Und danach beobachten:

    Wie fühlt sich mein Körper unmittelbar nach dem Gehen an – und wie fühlt er sich am Abend an?

    Dein Wellenimpuls

    Drucke Dir den Wellenimpuls aus oder speichere ihn auf Deinem Tablet. Beobachte Deinen Körper vor dem Gehen, währenddessen, danach und noch einmal am Abend.

    Nicht bewerten. Nicht vergleichen.

    Einfach entdecken, welchen Unterschied Bewegung für Dich macht.

    Vielleicht bemerkst Du dabei etwas, das Dir im Alltag bisher kaum aufgefallen ist.

    Vielleicht auch nicht.

    Beides darf sein.

    Bis nächste Woche.

  • Hin-weg-laufen

    Hin-weg-laufen

    Heute Morgen zog es mich nach draußen.

    Ich hätte auch das Auto zur Post nehmen können, denn ich brauchte nur schnell eine Briefmarke und wollte einen Brief wegbringen.

    Ich lief.

    Die Sonne im Rücken, durch unseren kleinen Ort. Es war frisch, aber nicht kalt. Angenehm belebend und … kann es sein, dass es schon leicht nach Herbst roch?

    Das goldene Leuchten der Sonne durch das Blätterdach versprach einen hellen, freundlichen Tag. Trotzdem lockte es mich nicht, ans Freibad zu denken.

    Ich lief Wege, die ich schon oft mit mittlerweile weit entfernten Lieblingsmenschen gegangen bin. An verwinkelten Ecken, bekannten Bäumen und vertrauten Bachstellen erinnerte ich mich an die allerschönsten Momente mit diesen Lieblingsmenschen.

    Ich fragte mich, ob diese Menschen auch noch ab und an daran denken würden.

    Viele Jahre gingen wir diesen Weg gemeinsam.

    Heute gehe ich diesen Weg alleine – zum allerersten Mal seit genau einem Jahr.

    Vielleicht war das zu spontan. Vielleicht war es zu früh. Oder vielleicht musste das einfach nicht sein und war unüberlegt. Vielleicht hätte ich nicht alleine gehen sollen.

    Ich denke, Zeiten kommen und gehen. Manche kommen nicht zurück.

    Wir können sie nur im Herzen bewahren. Sie wertschätzen. Behüten.

    Das Laufen, also die Bewegung, tat dennoch gut. Das Licht auf meinem Gesicht, als ich auf dem Rückweg der Sonne entgegenlief.

    Im Ort gibt es bald eine Kirmes. Ich lief durch die geschlossenen und halb aufgebauten Stände.

    Es soll Musik geben, abends.

    Nehme ich mir einen Lieblingsmenschen mit, so denke ich.

  • Unterwegs

    Unterwegs

    Ich liebe Spaziergänge und Wanderungen. Ich mag dieses stetige In-Bewegung-Sein und wie sich die Umgebung während eines Spaziergangs verändert. Die Atmung fließt dabei von ganz alleine und der Körper wird durchlässig.

    Gestern Abend fand in Koblenz das jährliche Rhein in Flammen statt. Bisher kannte ich dieses beeindruckende Ereignis aus Bonn und wollte mir nun einen Eindruck von Koblenz machen.

    Von meiner ehemaligen Uni bis zum Deutschen Eck sind es etwa 4,5 Kilometer – in ungefähr einer Stunde zu erreichen.

    Start unserer Wanderung waren der Uni-Parkplatz und der Campus. Ich erklärte und zeigte meinem Lieblingsmenschen die Gebäude und es entwickelte sich ein Gespräch über Fähigkeiten und darüber, wie sich Ziele im Laufe eines Lebens verändern können.

    Wir fanden einen Weg zur Mosel und liefen entlang der Promenade an vielen kleineren und größeren Yachten vorbei.

    Über die Fußgänger-Stahlbrücke, den Wehrsteg, überquerten wir die Mosel an ihrer letzten Staustufe. Etwa zehn Meter unter uns konnten wir in die Schleusenkammern schauen. Neben uns rauschte die Mosel am Wehr einige Meter hinab und weiter Richtung Rhein.

    Ab hier wurde die Promenade immer voller. Und schon von Weitem sahen wir das Riesenrad locken.

    Ein wunderschöner Abend, ein traumhafter Spaziergang und natürlich:

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