Schlagwort: Zuhause

  • Der sichere Hafen

    Der sichere Hafen

    „Hier wird immer Dein Zuhause sein.“

    Was für ein gutes, beruhigendes Gefühl.

    Meine Eltern sind großartig. Sie haben alles, was Eltern haben müssen.

    Sie strahlen Ruhe und Zuversicht aus. Sie sind immer für mich zu erreichen. Sie haben zu all meinen Themen eine Meinung und stehen immer zu und hinter mir.

    Ich kann mit ihnen über erfreuliche, schwere und komplizierte Themen sprechen.

    Das Grundgefühl ist: „Wir stehen immer zusammen.“

    Bei meinen Eltern sind das nicht bloß Floskeln. Sie meinen es so, wie sie es sagen, und leben auch danach.

    Sie nehmen trotz ihrer Gutmütigkeit und Großherzigkeit nicht alles so hin, wie man es ihnen gibt. Sie haben Lösungen für meine Probleme. Sie können aber auch einfach nur zuhören und mit mir emotional und gedanklich mitgehen. Sie haben Anregungen und Ideen, wie etwas laufen könnte, ohne mit mir darin übereinstimmen zu müssen. Sie zeigen alternative Wege auf, ohne Druck.

    Meine Eltern haben ihre eigenen Leben. Sie haben vielfältige Interessen, denen sie nachgehen. Sie fangen immer wieder Projekte an, an denen sie arbeiten. Sie haben ein breites Wissen, das sie auch immer gerne teilen.

    Meine Eltern können sehr motivierend für mich sein. Sie bauen mich auf und glauben immer an mich. Sie wissen nicht alles über mich und ich nicht alles über sie. Aber sie kennen mein Innerstes. Meine Art. Meine Werte.

    Meine Eltern sind nicht perfekt. Bei weitem nicht. Wären sie das, so hätte ich nicht so viel bei ihnen gelernt. Was sie auf jeden Fall sind:

    Sie sind bedingungslos liebend.

    Und dafür könnte ich dankbarer nicht sein.

  • Putztag

    Putztag

    Einmal in der Woche ist Großputz angesagt.

    Dann ist es Zeit für Böden wischen, Teppiche ausklopfen und Staubwischen.

    Spätestens, wenn mich zum dritten Mal auf meinem Parkett ein Wollhaarknäuel der Katzen beim Laufen überholt, wird es Zeit für den Großputz.

    Über drei Etagen, über 100 Quadratmeter, durch sieben Zimmer und drei Badezimmer. Reichlich Platz für Staub, der sich bei uns ablagern möchte.

    Bei mir muss nicht alles so ordentlich sein, dass man immer alles direkt wegräumen muss. Die kreativen Flächen – Sofa, Schreibtisch, Basteltisch, Nähzimmer – dürfen auch zeigen, dass sie aktuell ein Projekt beherbergen.

    Aber klinisch rein mögen wir es schon.

    Also wird viel Wasser benutzt und sinnvoll von oben nach unten gearbeitet. Fenster und Türen werden weit geöffnet, um dem Staub den Weg nach draußen zu zeigen. Kissen und Decken werden entweder gewaschen oder draußen ausgeklopft.

    Alle Oberflächen werden gewischt: Türrahmen, Bilderrahmen, Regale, Lampen.

    Die Ecken der Treppen werden ausgewischt. Ich klettere auf Stühle, um auf den Schränken zu wischen.

    Putze ich alleine, läuft schöne Musik dabei. Und putzen wir gemeinsam, dann sind wir wie ein kleiner blitzblanker Tornado im Haus.

    Nach spätestens drei Stunden glänzt das Haus – und wir müssen duschen.

    Es gibt kaum ein entspannteres Gefühl, das man sich so bequem jede Woche selbst geben kann: frisch geduscht in einer sauberen Umgebung auf dem Sofa liegen.